FDP zeigt sich enttäuscht über fehlenden Mut

Die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Linz, Unkel sowie Bad Hönningen unterstützen vorerst keine Verbundbewerbung zur Landesgartenschau 2026. Die Freien Demokraten sehen hierin eine vertane Chance, der Region nachhaltig eine neue Perspektive zu geben.

Linz am Rhein. Mit Bedauern und Unverständnis reagiert der FDP-Kreisverband Neuwied auf die Absage der Bestrebungen um eine Verbundbewerbung zur Landesgartenschau 2026, für die sich die Liberalen in den vergangenen Monaten eingesetzt haben. Das ambitionierte Projekt war dabei auf großes Interesse der Bürgerschaft gestoßen und hatte schnell die Unterstützung unter anderem der drei Werbegemeinschaften in Linz am Rhein, Unkel sowie Bad Hönningen gewonnen.

Die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Linz (Hans-Günter Fischer), Unkel (Karsten Fehr) und Bad Hönningen (Reiner W. Schmitz) gaben als Gründe für die Absage neben dem Bewerbungsbedingungen insbesondere Kosten- sowie Personalsorgen an.  „Wir haben jeglichen Respekt vor den aktuellen Aufgaben und der finanziellen Lage, in der gerade unsere Verbandsgemeinden stecken. Wir müssen jedoch festhalten, dass hier eine große Chance zur nachhaltigen Entwicklung der Region vertan wird“, führt Kreisvorsitzender Alexander Buda aus.

Die Idee der Verbundbewerbung ist im Zuge der Corona Krise entstanden, die als Brennglas die Probleme in der Region im Besonderen in den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie sowie Hotellerie verschärft hat. „Viele Gewerbetreibende fragen sich aktuell, ob es sich lohnt, weiterzumachen, da langfristige Perspektiven fehlen. Hier kann eine Landesgartenschau helfen, denn diese ist deutlich mehr als nur eine Blumenschau“, findet Philipp Amberg, Stadtrat aus Linz, der das Projekt maßgeblich für die FDP antreibt. Sie ist vielmehr ein gewaltiges Infrastrukturprojekt, indem Straßen, Wege, Plätze und der ÖPNV erneuert werden. Zudem kommen hierzu durchschnittlich 800.000 Besucher, um das neue Flair der Orte zu genießen, stellen die Liberalen klar.

Die derzeitigen Programme, die zumeist von Förderprogrammen wie LEADER unterstützt werden, sind nach Ansicht der Freien Demokraten nicht ausreichend. Es fehlt eine interkommunale Kraftanstrengung, die nachhaltig der Region einen Impuls gibt und als Leuchtturm dienen kann. „Eine Verbundbewerbung für die LaGa 2026 ist besonders nachhaltig, da dank vielfältiger Synergie-Effekte die LaGa 2022 in Bad Neuenahr nochmals aufgewertet wird, was beiden Seiten des Rheins nutzt. Zudem könnte unsere Region von der Bundesgartenschau 2029 im Mittelrheintal stärker profitieren“, führt Amberg weiter aus.

Für die FDP ist der ambitionierte Bewerbungsplan immer klar gewesen und keine Herausforderung, da selbst bei einer gescheiterten Bewerbung umfangreiche Synergieeffekte durch die Planungen geschaffen werden könnten und der aktuell empfundene Stillstand aufgehoben werden könnte. Die Kosten verteilt auf drei Verbandsgemeinden entsprechen den üblichen, mehrjährigen Investitionsaufkommen und würden durch die Landeszuschüsse sowie weitere Fördertöpfe deutlich höhere Investitionen ermöglichen.

Der FDP-Kreisverband wird auch in den kommenden Monaten den aktiven Dialog mit der Bürgerschaft suchen, um die besten Ideen und Projekte für eine nachhaltige Entwicklung zu definieren. Mit Mut und Zuversicht soll dabei die Zukunft aktiv gestaltet werden und neue Chancen ergriffen werden.