FDP begrüßt die weitere Möglichkeit der Erdgasbetankung

Zwischenlösung in der Erdgas-Versorgung für Fahrzeuge hilft der Umwelt

Neuwied. Ende vorigen Jahres teilten die Stadtwerke Neuwied (SWN) zunächst das Aus der Erdgastankstelle im Industriegebiet mit. Demnach hätten Fahrer von Fahrzeugen mit einem Erdgas-Antrieb (CNG) Umwege nach Koblenz, nach Mogendorf oder zum Autohof an die A61 in Kauf nehmen müssen, denn dort sind die nächsten Tankmöglichkeiten. Doch das ist nun zunächst vom Tisch.

Die Stadtwerke Neuwied konnten mit dem Eigentümer eine Lösung finden: „Erdgasautos sind eine schadstoffarme, günstige und unterschätzte Alternative zum Benziner“, berichtet der umweltpolitische Sprecher der Neuwieder FDP, Oliver Spielmann, „das wäre kaum akzeptabel gewesen, gerade jetzt, wo nach einer Studie in der Bevölkerung das Kaufinteresse für alternative Antriebe steigt.“

So hätte man keine technologieoffene Verkehrswende vorantreiben können. Um das Vertrauen in alternative Antriebstechnologien zu schaffen, bedürfe es einer zuverlässigen Lade- und Tank-Infrastruktur, meint der Liberale. Das sieht die Stadtratsfraktion der FDP genauso. Ihr stellvertretender Vorsitzender Dennis Mohr begrüßt, dass man sich nun vorläufig mit dem Eigentümer der Tankstelle auf eine Übergangslösung einigen konnte.

„Wir hoffen, dass nach dem Juni 2020 eine dauerhafte Lösung gefunden werden kann“ drückt Mohr seine Erwartungen aus. Der FDP sei es wichtig, dass alternative Tankmöglichkeiten erhalten und neue geschaffen werden, damit Kaufinteresse für solche Fahrzeuge nicht an der Infrastruktur scheitere. „Wir werden das Thema weiter im Auge behalten und uns dafür einsetzen, dass die Voraussetzungen in Neuwied gegeben werden“, so Spielmann.