Neuwieds FDP geht mit neuem Gesicht optimistisch in den Wahlkampf - Die Liberalen wollen mit jüngerer und weiblicherer Mannschaft Vertrauen gewinnen

Teil der neuen FDP-Mannschaft (v.l.n.r.): Christian Hess, Dr. Kai Rinklake, Katja Böcking, Dietrich G. Rühle, Silke Kenter, Sven Störmer, Dennis Mohr, Dirk Briesemann, Dr. Elias Al-Ghabra, Christian Schmidt, Oliver Spielmann. Als Gratulant: Alfons Keßler
Teil der neuen FDP-Mannschaft (v.l.n.r.): Christian Hess, Dr. Kai Rinklake, Katja Böcking, Dietrich G. Rühle, Silke Kenter, Sven Störmer, Dennis Mohr, Dirk Briesemann, Dr. Elias Al-Ghabra, Christian Schmidt, Oliver Spielmann. Als Gratulant: Alfons Keßler

Die FDP der Stadt Neuwied geht mit einer fast vollständig neuen Mannschaft in die Stadtratswahl am 26. Mai. 21 Kandidaten wollen liberale Politik in der Stadt umsetzen.

 

Auf die ersten beiden Plätze wählte die Versammlung einstimmig Dennis Mohr (Software-Entwickler) und Dietrich G. Rühle (Hochschullehrer). „Wir wollen mit dieser Spitze zum einen frischen Elan in unsere Arbeit bringen, zum anderen aber auch Nutzen aus der Erfahrung früherer erfolgreicher Jahre ziehen“, so der Stadtverbandsvorsitzende Dr. Kai Rinklake. Der 40jährige Mohr stehe für die neue stark verjüngte Mannschaft, für die man auch vermehrt Frauen zur Mitarbeit überzeugen konnte. Rühle als früherer Fraktionsvorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion und ehemaliger Ortsvorsteher von Altwied steht für die Erfahrung aus der bisherigen erfolgreichen Arbeit der FDP Neuwied. Gleichzeitig habe man, anders als andere Parteien, zwischen Parteiführung und politischem Mandat trennen wollen, damit sich jeder intensiv um seine Aufgaben kümmern kann. „Wie es sich für eine offene und demokratische Partei auch gehört, gab es für die Nominierungen ab Platz 3 überwiegend Kampfkandidaturen in aller Freundschaft“, begrüßte Dr. Rinklake das rege Interesse an liberaler Arbeit.

Letztlich setzten sich hinter dem Spitzenduo Katja Böcking (gelernte Konditorin, Auszubildende zur Industriekauffrau), Dr. Elias Al-Ghabra (Arzt), Christian Hess (Rechtsanwalt) und Silke Kenter (Ostheopathin und Heilpraktikerin) in dieser Reihenfolge durch. „Bei einer solchen Vielfalt quer durch Alter, Geschlecht, Beruf und Hintergrund könnten sogar die Grünen gelb vor Neid werden“, witzelte der neue Spitzenkandidat Dennis Mohr. In der Sache, so Mohr, lägen der FDP Neuwied Themen wie der Neuwieder Deich, die Struktur der Innenstadt und ihre Gewerbetreibenden, die Verkehrssicherheit oder das Baugebiet am Heddesdorfer Berg sehr am Herzen. Und weiter: „Die FDP hat es so oft erlebt, dass durch Absprachen der beiden dominierenden Parteien sachliche Meinungsbildungen geradezu ausgehebelt wurden, dem wollen wir mit einer starken FDP entgegenwirken.“ „Die FDP der Stadt Neuwied hat in der jüngeren Zeit eine erfreuliche Entwicklung gemacht“, stellt Dietrich G. Rühle fest, der in der stark verjüngten liberalen Mannschaft als einziger aussichtsreicher Kandidat schon der früheren FDP-Stadtratsfraktion angehört hat. „Wir haben einen Mitgliederzulauf wie noch nie und ganz überwiegend eher junge und engagierte Menschen, denen liberale Politik wichtig ist.“

Die FDP habe sich runderneuert und arbeite mit großem Engagement und liberaler Einstellung an den Themen, die die Stadt prägen. Damit sehen sich die Liberalen als Alternative für alle, die sich einerseits gegen erdrückende politische Dominanz in der Stadt wehren, aber andererseits nicht die politischen Ränder stärken wollen. Das sei mitreißend, gesteht Rühle, „das hat mich so angesteckt, dass ich einfach wieder mitarbeiten musste.“

Dagegen will sich FDP-Stadtrat Alfons Keßler nach 15 Jahren Mitgliedschaft im Stadtrat altersbedingt zurückziehen. „Wir bedanken uns sehr bei Alfons Keßler für die vielen Jahre, in denen er sich in Neuwied für liberale Politik engagiert hat“, lobte ihn Parteichef Dr. Rinklake.

Die weiteren Plätze belegen Thomas Schulz (Lokführer), Bärbel Birkenbeil (Betriebswirtin), Sven Störmer (Lehrer), Stefan Puderbach (Berufsschullehrer), Christian Schmidt (Maschinenbauingenieur), Oliver Spielmann (Gartenbauunternehmer), Karin Bothe-Heinemann (Dipl.-Ing. argr.), Timo Engemann (Unternehmer), Melanie Rinklake (Betriebswirtin), René Reinhardt (Physiotherapeut), Noah Löwenstein (Student), Gaby Heß (Lehrerin), Dirk Briesemann (Beamter i.R.), Thomas Breuer-Löwenstein (Wirtschaftsingenieur), Dr. Kai Rinklake (Jurist, Dipl. Wirtsch. Ing.).