Dreikönigstreffen des FDP Ortsverbandes Windhagen-Neustadt

v.l.n.r.  Hinten: Dr. Tobias Kador, Alexander Buda, Johann Walgenbach, Wolfgang Ginter, Alfons Ewens, Johannes Droste - Vorne: Susanna Henn, Sandra Weeser, Christa Ewenz
v.l.n.r. Hinten: Dr. Tobias Kador, Alexander Buda, Johann Walgenbach, Wolfgang Ginter, Alfons Ewens, Johannes Droste - Vorne: Susanna Henn, Sandra Weeser, Christa Ewenz

Nicht nur auf der großen bundespolitischen Bühne mit Christian Lindner wurde das Dreikönigstreffen der Liberalen begangen: Auch der Ortsverband Windhagen-Neustadt startete mit der Traditionsveranstaltung ins neue Jahr 2019. Viele Mitglieder und Interessenten der FDP sind der Einladung des Ortsverbandes Windhagen-Neustadt gefolgt. Knapp 40 Personen nahmen an dem Treffen teil. Auch die Neuwieder Wahlkreisabgeordnete der FDP, Sandra Weeser, ließ es sich nicht nehmen, bei dem geselligen Zusammensein ein Grußwort zu sprechen. „6 Jahre in Folge hat der Ortsverband mich nun zum alljährlich Dreikönigstreffen eingeladen, da war es eine Selbstverständlichkeit für mich, dass ich heute hier erscheine“, erklärte Weeser zu Beginn ihrer Rede. In Ihrem Grußwort spannte die Abgeordnete einen großen Bogen über die Kommunal-. Bundes- und Europapolitik: „Die große Koalition hat sich nur mühsam zusammengefunden. Aufgrund der Disonanz zwischen SPD und CDU ist auch in Zukunft nicht zu erwarten, dass die Regierung noch viel auf den Weg bringt“. Die „Zweckehe“ könne in 2019 sogar in Neuwahlen enden, so Weeser.

Zu Europa betonte Weeser, dass die Europäische Union Deutschland 70 Jahre Frieden gebracht habe. „Wir müssen hier den unbequemen Weg gehen und dürfen uns nicht von populistischen Rattenfängern verführen lassen“, betonte die FDP-Frau. Entscheidend sei aber vor allem „die kommunale Basis“, wie in den Amtsverbänden vor Ort. Dies sei „gelebte Demokratie“.

Wie diese „gelebte Demokratie“ im Einzelnen aussieht, führte der Ortsverbandsvorsitzende der FDP Windhagen-Neustadt, Johannes Droste, aus. Droste war am 20. Juli 2018 zum Vorsitzenden gewählt worden, nachdem die ehemaligen Ortsverbände Windhagen und Neustadt aufgelöst wurden. In einem Gespräch mit dem Verbandsbürgermeister Michael Christ wurde die positive Entwicklung in der Verbandsgemeinde im vergangenen Jahr beleuchtet. „Besonders erwähnenswert ist dabei die Entwicklung in der Ärzteversorgung in der Verbandsgemeinde. Zukünftig gibt es auch für einen angehenden Doktor über ein Stipendium die Möglichkeit eine Arztpraxis vor Ort zu übernehmen“, führte der Vorsitzende über die Parteiarbeit aus. Weitere Themen auf der kommunalen Agenda seien die Verkehrspolitik, der so genannte „Bürgerbus“ und der Breitbandausbau. Bei der „kommunalen Basisarbeit“ wird Droste von seinen beiden Stellvertretern Johann Walgenbach und Wolfgang Ginter sowie der Schriftführerin Christa Ewenz und den Beisitzern Alfons Ewens und Bruno Schäfer unterstützt.

Ein weiterer sehr erfahrener und kompetenter Gast war Ulrich Schreiber, Mitglied im Kreistag und Vorsitzender des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau im Kreis Neuwied. Schreiber berichtet über den Haushalt des Kreises und die aktuelle Entwicklung im Kreis Neuwied.

Im Laufe der Veranstaltung berichtet Sandra Weeser über den Ursprung des Dreikönigstreffens und der Liberalen. "Das Dreikönigstreffen der Liberalen hat eine lange Tradition. Bereits 1866 fand die erste Veranstaltung in Stuttgart statt. Nach einer zwölfjährigen Zwangsunterbrechung während des Nationalsozialismus nahm die neu gegründete DVP bzw. später FDP/DVP am 6. Januar 1946 die Tradition des Dreikönigstreffens wieder auf.

Seit 1952 findet am Vortag traditionell der Landesparteitag der FDP Baden-Württemberg statt, der mit einem so genannten „Bunten Abend“ schließt (früher „Dreikönigsball“), bei dem sich bereits die Mitglieder der Partei aus ganz Deutschland treffen. Das alljährliche Dreikönigstreffen am 6. Januar in Stuttgart ist der politische Jahresauftakt der FDP und eine Großveranstaltung mit bundespolitischer Bedeutung."