Ergebnisse des Netzwerk Innenstadt verblüffen FDP Neuwied

Das Netzwerk Innenstadt präsentierte am 20. Oktober seine Ergebnisse in verschiedenen leerstehenden Ladenlokalen in der Fußgängerzone. Mehrere Mitglieder der FDP Neuwied bestaunten die Präsentationen und befragten die engagierten Bürger zu den verschiedenen Projekten.

 

„Was hier erarbeitet und zusammengetragen wurde, zeigt deutlich, wie sehr den Neuwiedern die eigene Stadt am Herzen liegt“, meint Katja Böcking (Mitglied der FDP und Junge Liberale Neuwied), die besonders begeistert von einem zukunftsweisenden Modell für die Deichkrone war, welches in der Langendorfer Straße präsentiert wurde. Gerade die Deichkrone ist immer wieder im Gespräch bei den Neuwieder Liberalen und nimmt einen bedeutenden Platz im Dialog mit den Bürgern ein. Das historische Gebäude ist zurzeit eine Ruine mit vielen Nutzungsmöglichkeiten. Die Zukunft des teilweise denkmalwürdigen Bauwerks steht allerdings in Frage, weil die Sanierungskosten in die Millionenhöhe gehen dürften.

Drei Worte waren es, die den Blick von Dennis Mohr (stv. Vorsitzender der FDP Neuwied) auf sich zogen: Neuwied AM Rhein. „Der Innenstadt fehlt gänzlich die Verbindung zum Wasser. Rhein und Wied sind kaum wahrnehmbar und nicht in Szene gesetzt. Es gibt keine Brunnen oder Wasserspiele mehr.“  So präsentiere sich die Deichstadt am Rhein als langweilige, kahle Betonwüste in Form des Luisenplatzes. Die 500 Meter Deichmauer, die die Innenstadt vor den Hochwassern des Rheins schützen, seien zwar einzigartig, jedoch im heutigen Zustand verspieltes Potential. „Von unserem beliebten Deichstadtfest aus kann man den Deich nicht einmal sehen“, bemängelt Christian Hess (Vorstandsmitglied der FDP Neuwied) und schlägt vor, das markante Bauwerk stärker zu akzentuieren und eine deutlichere Nähe der Innenstadt zum Rhein zu entwickeln. Das könne unter anderem durch eine Stärkung der Gastronomie geschehen, die sich im Bereich Theaterplatz, dem Schärjerdenkmal und in der Nähe des alten Marktbräu entwickelt hat, aber noch nicht zusammengewachsen ist. Hier bestünden die besten Chancen für die Entwicklung eines Altstadtflairs. Die Projektgruppe „Neuwied AM Rhein“ hat darüber hinaus gute Ideen für die Gestaltung und Nutzung des Deiches erarbeitet.

„Neuwied fehlt es an Struktur und Vision. Mehr als 30 Jahre hat man sich in punktuellen Einzelmaßnahmen verloren ohne eine klare Richtung, wo es mal hingehen soll“, moniert der Liberale Dennis Mohr. Mit Oberbürgermeister Jan Einig sei endlich spürbar mehr Bewegung in Neuwied zu sehen, bis die Stadt eine echte positive Entwicklung einschlägt, dürfte es jedoch noch einige Jahre dauern. Die Vergangenheit habe gezeigt, wie in Neuwied gut erarbeitete Konzepte immer wieder auf punktuelle Kleinstmaßnahmen reduziert würden. Nach dem Netzwerk Innenstadt könne sich die Stadt einen solchen Fauxpas jedoch nicht mehr leisten.

Die Liberalen wünschen sich, weitere Gespräche mit Projektverantwortlichen des Netzwerkes Innenstadt führen zu können. Der Vorstand der FDP Neuwied möchte den entsprechenden engagierten Neuwieder Bürgern Gelegenheit zum Dialog bieten und ruft zur Kontaktaufnahme auf. „Viele der Projekte brauchen politische Unterstützung und Entscheidungen. Wir sind zuversichtlich, nach den Kommunalwahlen in diesem Jahr wieder deutlich stärker im Stadtrat vertreten zu sein, und so einige Hebel mehr in Bewegung setzen zu können als in den letzten fünf Jahren“, blickt Dr. Kai Rinklake (Vorsitzender FDP Neuwied) in die Zukunft.