Wahlabend für die Landesvertreterversammlung RLP

Thomas Roth, MdL, Mitglied im Ausschuss für Europa (links) und Alexander Buda
Thomas Roth, MdL, Mitglied im Ausschuss für Europa (links) und Alexander Buda

„Die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, zwingen uns alle zur Zusammenarbeit. Sie können nicht im Sinne des alten nationalstaatlichen Denkens von den einzelnen Ländern allein bewältigt werden.“ Dieser Ausspruch Helmut Kohls galt lange Zeit als Selbstverständlichkeit und Allgemeingut in der deutschen und europäischen Politik. „Nur noch Wenige, die den Schrecken des Krieges erlebt haben, können uns heute als mahnende Zeitzeugen dienen“, bezog sich FDP-Kreisvorsitzender Alexander Buda bei der Wahl zur Landesvertreterversammlung zur Europawahl in Neuwied auf den „Vater der Einheit“. „Längst sind Parteien, wie die AfD, am Werk und arbeiten daran unser Land aus Europa herauszuführen und wieder in einen völkischen Nationalstaat zu verwandeln“, so Buda weiter. Europa habe Deutschland 73 Jahre Frieden gebracht, dass gerate heutzutage zunehmend in Vergessenheit.

MdL Thomas Roth bei seiner Rede beim Wahlabend des Kreisverbands Neuwied zur Wahl der Delegierten zur Landesvertreterversammlung der FDP RLP.
MdL Thomas Roth bei seiner Rede beim Wahlabend des Kreisverbands Neuwied zur Wahl der Delegierten zur Landesvertreterversammlung der FDP RLP.

Die Delegierten, die an diesem Abend gewählt wurden, sollen auf dem Landesparteitag der FDP die Kandidaten für die Europawahl bestimmen. „Europa ist unsere Zukunft und es ist höchste Zeit, dass wir Ja zu dieser Zukunft sagen“, erklärte MdL Thomas Roth, Abgeordneter des „Fachbereichs“ Europa“, in seiner Rede anlässlich der Veranstaltung. Roth weiter: „Auch in Zukunft habe wir Aufgaben zu bewältigen, die ohne die EU nicht zu lösen wären.“ In seinem Grußwort spannte der Landtagsabgeordnete einen großen Bogen über die aktuellen Themen der Europapolitik wie den Brexit, aber auch, was Europa für Rheinland-Pfalz und seine Kommunen bedeutet. „In der laufenden Haushaltsperiode der EU erhalten die rheinland-pfälzischen Regionen circa 600 Millionen an Fördermitteln“, hob Roth hervor. „Der freie Warenverkehr macht die Exporterfolge der Unternehmen im Westerwald erst möglich“, zeigte das Mitglied des Landtages auf.

Auch die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser aus dem Wahlkreis Neuwied/Altenkirchen schickte ein Grußwort per Videobotschaft aus Berlin: „Es ist die Gefahr, dass wir uns in Europa auseinander dividieren lassen“, mahnte Weeser bezüglich der angesprochenen nationalistischen Tendenzen in Europa. Es sei Aufgabe der Freien Demokraten, sich stark zu machen gegen nationalstaatlichen Chauvinismus und rückwärts gewandtes Denken.

„Europa ist unsere Zukunft – eine andere haben wir nicht“, schloß Buda den Wahlabend mit einem Genscher-Zitat. Es sei unabdingbar sich für ein starkes, freiheitliches Europa einzusetzen.