Wölfe in Rheinland-Pfalz: Konrad fordert beherztes Handeln

Wiebelsheim. Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Carina Konrad (FDP) fordert die Bundesregierung auf, „wegzukommen von reinen Lippenbekenntnissen und entschlossen gegen das Vordringen des Wolfes in den Lebensraum des Menschen vorzugehen“. Man habe sich im Koalitionsvertrag auf ein Wolfsmanagement geeinigt. Jetzt sei es an der Zeit, das geschützte Tier ins Jagdrecht aufzunehmen, wie es die Freien Demokraten seit Monaten forderten.

„Ich habe mit Berufsschäfern, Landwirten, Jagdpächtern und Vertretern des Bauernverbandes gesprochen“, berichtet Konrad. „Die Schäfer sind natürlich in großer Sorge um ihre Tiere.“

 

„Eine Möglichkeit, die Herden zu schützen, wären wolfssichere Zäune. Dafür Gelder bereitzustellen, wäre eine sinnvolle Maßnahme“, sagt Schäfer Werner Neumann aus Neuwied und betont, dass er zum Wohle seiner Tiere bereit sei, den zeitlichen Mehraufwand zum Aufstellen höherer Zäune zu erbringen. Die Anschaffung der Zäune übersteige aber angesichts der ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Lage der Schäfer seine Möglichkeiten. An das Aufgeben der Schafhaltung will er aber nicht denken, denn er lebt für seine Tiere.

„Man kann nicht auf der einen Seite verstärkte Weidetierhaltung fordern und auf der anderen Seite die Halter mit dem Herdenschutz alleine lassen“, erklärt Konrad. „Dabei ist gerade die Schafhaltung wichtig zur Pflege und Offenhaltung der Kulturlandschaft.“ Die Politik muss jetzt handeln. Der Wolf muss endlich ins Jagdrecht aufgenommen werden.“

Carina Konrad, stellvertretende Vorsitzende im Agrarausschuss des Deutschen Bundestages, möchte „den Schutzstatus auf EU-Ebene angehen“. Man habe bereits Verbündete in Nachbarländern gefunden.