Abschlussveranstaltung des Kreisverbandes Neuwied zur Bundestagswahl unter dem Motto "Asbach zur Wahl 2017"

(vlnr): Rainer Brüderle, Sebastian Lahr, Sandra Weeser und Alexander Buda
(vlnr): Rainer Brüderle, Sebastian Lahr, Sandra Weeser und Alexander Buda

Politikverdrossenheit in Deutschland? Lahmer Wahlkampf? Davon war bei der Abschlussveranstaltung zur Bundestagswahl des FDP Kreisverbands Neuwied am Freitag Abend nicht viel zu spüren: "brechend voll" war der Saal im Bürgerhaus Asbach, wo interessierte Bürger die Diskussionsrunde unter dem Motto "Asbach zur Wahl 2017" mit Rainer Brüderle, Bundeswirtschaftsminister a.D., Sandra Weeser, Bundestagskandidatin der FDP für den Wahlkreis Neuwied/Altenkirchen und Sebastian Lahr, unabhängiger Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Asbach verfolgten.

Der unabhängige Bürgermeisterkandidat Sebastian Lahr
Der unabhängige Bürgermeisterkandidat Sebastian Lahr

"Kommen wir zu dem Mann, der wie kein anderer in den letzten Wochen für Gesprächsstoff in Asbach gesorgt und die Neugier der Leute entfacht hat", begrüßte FDP Kreis- und Bezirksvorsitzender Alexander Buda den Kandidaten der Asbacher Bürgerschaft, Sebastian Lahr. "Er ist nach der Wahl frei von politischen Einflüssen jeder Art und nicht irgendeiner Partei - auch nicht meiner", führte Buda weiter aus. Den Kandidaten nach eigenem Gewissen zu unterstützen sei Kennzeichen seiner Partei und entspreche den Vorstellungen der FDP von Liberalität und Eigenverantwortung. Dies hebe die FDP deutlich von anderen Parteien ab, so Buda.

 

"Ich glaube, dass ich mit diesem gewissen Blick von außen, vielleicht andere und vielleicht auch bessere Lösungsansätze und Veränderungsvorschläge mitbringe", warb Sebastian Lahr in seiner Begrüßungsrede dann auch für seine Kandidatur. "Ich bin für parteiunabhängiges, konstruktives Miteinander im Verbandsgemeinderat und ich bin gegen kontraproduktiven Parteizwang und Postengeschachere", betonte Lahr weiter.

Lahr hatte nach seiner Ausbildung zum Automobilkaufmann Medienwissenschaften, unter anderem in New York, studiert. Derzeit arbeitet er beim "Behörden Spiegel", einer Fachzeitung für den öffentlichen Dienst. Insofern seien im die Vorgänge im öffentlichen Sektor und den Verwaltungen sehr geläufig, unterstrich Lahr.

 

"Mit 29 Jahren bringt er frischen Wind in die örtliche Politik", meinte Rainer Brüderle anerkennend über den "Newcomer" aus Asbach. Lahrs Kandidatur sei ein Modell für Deutschland, wie man die Republik wieder "etwas flotter machen kann", so Brüderle. In einem Vortrag über die derzeitige Lage der Bundesrepublik und den zukünftigen Herausforderungen in Deutschland spannte der Bundeswirtschaftsminister a.D. und Vorsitzender des Bunds der Steuerzahler in Rheinland-Pfalz, immer wieder den Bogen zur lokalen Politik.

Überhaupt war der Abend und die Diskussion geprägt von allen politischen Ebenen und Themen, von der Internationalen Politik, der Bundespolitik bis hin zur Landes- und Kommunalpolitik. Auf die bundespolitische Agenda ging naturgemäß insbesondere Bundestagskandidatin Sandra Weeser ein: bessere Verkehrsinfrastruktur, besserer Breitbandausbau, das Problem des Fachkräftemangels, der Umgang mit Wirtschaftsflüchtlingen und die Verbesserung des Rentensystems, waren die Schwerpunkte der Bundestagskandidatin. "Sollte die FDP den Widereinzug in den Bundestag schaffen, wird Sandra dabei sein und unseren Wahlkreis vertreten", machte FDP-Chef Buda die zentrale Rolle von Weeser für die zukünftige politische Landschaft in der Region deutlich.

Im Anschluss an die "Talk-Runde" hatten die Bürger Gelegenheit den Diskutanten fragen zu stellen, aber auch danach wurde noch intensiv und angeregt im Bürgerhaus Asbach über Politik gesprochen.