Wolf -Jagd : brauchen wir das?

"Es entsteht der Eindruck, dass der Wolf als Kuscheltier zurück kommt.“, leitete Carina Konrad, FDP Bundestagskandidatin, die Diskussionsrunde ein. Worum geht's? Vergangenen Mittwoch hatte der FDP Amtsverband Dierdorf interessierte Bürger zur Veranstaltung mit dem Thema "Wolf – Jagd: Brauchen wir das?" eingeladen.

Hintergrund war das verstärkte Auftreten von wildlebenden Wölfen in deutschen Wäldern und der damit verbundenen Haltung vieler Naturschützer, diese seien kompromisslos schützenswert und dürften nicht gejagt werden, auch wenn dies negative Konsequenzen für den Menschen hätte.

Es diskutierten: Carina Konrad studierte Dipl.-Ing. Agr. sowie Landwirtin aus dem Hunsrück und Platz vier der FDP Landesliste; Heribert Metternich aktiver Landwirt, Ökonomierat und Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und Kurt Milad, Forstdirektor a.D. und Kreisjagdmeister des Kreises Neuwied. Ulrich Schreiber als Amtsverbandsvorsitzender moderierte die Diskussion. Kurt Milad vertrat die Auffassung, dass der Wolf reguliert werden müsse und das über das Jagdrecht, um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. Ulrich Schreiber merkte an, dass das Beuteschema des Wolfs vielfältig sei und selbst Hunde und Katzen umfasse. Kritisch äußerte sich auch Heribert Metternich: die geförderte Willkommenskultur für den Wolf sei falsch und verwies auf die Betroffenheit der Landwirte, denen durch den Wolf großen Schaden entstehe. Übereinstimmungen gab es in der Diskussion auch hinsichtlich der Präsenz des Wolfes in urbanen Gebieten, die, laut den Diskutanten, mit negativen Konsequenzen für die Anwohner einhergehe und der Wolf dementsprechend vom "Naturschutzrecht ins Jagdrecht übertragen" werden sollte. Zudem sollten mehr Praktiker und Kenner aus Land-, Forst- und Jagdwirtschaft den Weg in die Politik finden, so die einhellige Meinung, um diesem und ähnlich gelagerten Problemen Herr zu werden.