Panama Papers umfassend auswerten

11,5 Millionen Dokumente der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca, die auf Steuerhinterziehung hindeuten, sind Journalisten zugespielt worden. Diese wurden der "Süddeutschen Zeitung", "The Guardian" und "Le Monde" zugespielt. FDP-Präsidiumsmitglied Volker Wissing stellte klar: "Die Enthüllungen sind ein Schlag gegen Steuerflucht und möglicherweise auch Steuerbetrug." Allerdings müsste erst alles ausgewertet und rechtlich geprüft werden.

Die Journalisten haben erste Ergebnisse veröffentlicht und unter den mutmaßlichen Steuerflüchtlingen finden sich Politiker und Prominente aus der ganzen Welt. Wissing verdeutlichte: "Die Vorwürfe wiegen schwer."

Populistischen Reflexen widerstehen

Die Offenlegung tauge jedoch nicht für reflexartige Forderungen, unterstrich der Freidemokrat. An erster Stelle müsse eine umfassende Auswertung und rechtliche Prüfung stehen. "Rufe nach Gesetzesverschärfungen sind zum jetzigen Zeitpunkt reiner Populismus." Er forderte die Bundesregierung auf, die internationale Zusammenarbeit gegen Steuerflucht und -betrug zu forcieren. Wissing machte deutlich: "Ein nationaler Alleingang wäre nicht mehr als Symbolpolitik. Bei den Panama Papers gilt: Gründlichkeit vor Schnelligkeit."