Förderung statt Einheitsschule

Für eine am Individuum ausgerichtete Bildungspolitik in Rheinland Pfalz

 

Seit Jahren  wird in Deutschland über die Einrichtung von Gesamtschulen diskutiert. Die Grünen als Verfechter dieser Schulform in Rheinland Pfalz tragen dieses Thema in den Landtagswahlkampf hinein. Als Pro Argument wird dabei gerne die besonders positive Eingliederung von lernschwachen Kindern in den Lernalltag hinzugezogen. Fakt ist jedoch, dass eine Gesamtschule nicht größere positive Einflüsse auf das Lernen von lernschwachen Kindern hat als in einem zweigliedrigen Schulsystem. Das Gegenteil ist eher der Fall. Die lernstarken Kinder langweilen sich, weil sie durch die Kinder, die langsamer lernen, kaum Lernerfolge erfahren können. Sie entwickeln Abneigungen gegen die Kinder, die sie in ihrer Entfaltung ausbremsen. Häufig wird an dieser Stelle das Argument angebracht, dass die lernstarken Kinder ihre Kompetenzen im sozialen Austausch mit den anderen Kindern steigern könnten. Meistens geschieht dies, in dem die lernstarken Kinder den langsameren Kindern die Inhalte noch einmal erklären und eine Art „Nachhilfe“ geben bis auch das letzte Kind in der Klasse den Inhalt verstanden hat. Doch auch ein lernstarkes Kind hat es irgendwann satt, denselben Inhalt immer wieder erklären zu müssen. Die Folge ist, dass ein Teil der Integrierten Gesamtschulen in RLP eine Dreifachdifferenzierung in A, B und C Kurs vornimmt. Dies entspricht aber dem gegliederten Schulsystem.  

Das Lehren und Lernen in einer Einheitsschule, die nicht differenziert und wie sie durch die Grünen flächendeckend eingeführt werden soll, muss sich aber auf den Schwächsten ausrichten. Dass gerade diese Ausrichtung nicht nur die lernstarken Kinder in ihrer Entwicklung hemmt, sondern auch die Schwächsten in eine Position bringt, in der sie keinerlei eigenständige Lernerfolge mehr verbuchen können, tritt dabei in den Hintergrund. Denn ein mittelmäßig begabter Fußballspieler, der auf Dauer merkt, dass er aus eigener Kraft mit den Profis nicht mithalten kann, wird unmotiviert und unzufrieden. Im Fußballregionalverband wäre er jedoch der Star und würde die Motivation haben sich längerfristig weiter zu entwickeln.

Außerdem wird mit der Forderung der Grünen nach der Einheitsschule die Bildungsungerechtigkeit und die Zweiklassengesellschaft weiter verstärkt: alle die es sich leisten können, werden ihre Kinder auf elitäre private Schulen schicken. Der Nachhilfemarkt ist jetzt schon milliardenschwer, weil Eltern die falsche Schulwahl für ihr Kind getroffen haben.

Die FDP im Kreis Neuwied ist daher der festen Überzeugung, dass unsere Kinder nicht eine Schule brauchen, die sie alle gleich macht, sondern verschiedene Schulen benötigen, die ihre persönlichen Fähigkeiten fördern und an ihr jeweiliges Vorwissen anknüpfen. 

Außerdem muss endlich ein gesellschaftlicher Wandel stattfinden, der einer handwerklichen Ausbildung den gleichen Stellenwert einräumt wie einem Studium. Anstatt über die Schulformen zu diskutieren, sollte lieber die Weiterentwicklung der Realschule Plus als Schmiede der Handwerker, Entwickler und Praktiker und das Gymnasium als Stätte der Dichter und Denker vorangetrieben werden.

Wer das mehrgliedrige Schulsystem auch in der Zukunft von Rheinland-Pfalz will, der wählt am 13.03.2016 die FDP. Schauen wir nach vorn!