Tsipras bestätigt unsere Befürchtungen

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras findet, dass sein Land kein Geld vom Internationalen Währungsfonds (IWF) braucht. FDP-Chef Christian Lindner sieht dadurch alle Befürchtungen über die Umsetzung der Reformen durch Griechenland bestätigt: "Alexis Tsipras bleibt seiner Linie des Täuschens, Tricksens und Tarnens treu."

Tsipras hatte erklärt, dass sein Land weniger Geld brauche und entsprechend auf die Mittel des IWF verzichten könne. Der griechische Premier warf dem IWF vor, dass die Forderungen nach Reformen und Sparmaßnahmen nicht konstruktiv seien. Aus Sicht Lindners zeigten Tsipras Äußerungen, dass der griechische Premier "selbst die Umsetzung des Hilfspakets in Griechenland untergräbt". Dabei stehe unter allen vereinbarten Reformen seine Unterschrift. "Wir erwarten die vollständige Umsetzung des Spar- und Reformprogramms", unterstrich der FDP-Chef.

Die Zweifel an der Schuldentragfähigkeit Griechenlands blieben bestehen – entgegen den jüngsten Aussagen Tsipras'. "In Wahrheit leisten die Geldgeber keine Hilfskredite, sondern Transferzahlungen." Für die Freien Demokraten bleibe ein Mitwirken des Internationalen Währungsfonds an der Stabilisierung Griechenlands unerlässlich, betonte Lindner. "Sollte sich der IWF im Januar gegen eine Beteiligung an den Hilfen entscheiden, entzieht das dem dritten Hilfspaket die Geschäftsgrundlage. Dann muss auch in Deutschland neu über die Hilfen für Griechenland diskutiert werden", stellte der FDP-Chef klar.

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