Es geht ans Ersparte

Volker Wissing kritisiert die geplante Abschaffung der Abgeltungssteuer
Volker Wissing kritisiert die geplante Abschaffung der Abgeltungssteuer

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) plant, die Abgeltungssteuer abzuschaffen. FDP-Präsidiumsmitglied Volker Wissing verurteilte das Vorhaben und warnte, dass die Maßnahme zulasten niedrige und mittlere Einkommen gehe. Dass Schäuble allen Rekordsteuereinnahmen zum Trotz eine massive Steuererhöhung vorbereite, ist für Wissing nicht zu rechtfertigen. "Die Abschaffung der Abgeltungssteuer ist eine Schlechterstellung für alle Sparer, deren Einkommensteuersatz über 25 Prozent liegt", konstatierte er. "Die Bundesregierung sollte eine Politik für die Mitte und nicht gegen sie machen", verlangte der Freidemokrat.

"Union und SPD haben den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht nur den Abbau der kalten Progression verweigert, sie gehen ihnen nun auch noch an ihr Erspartes", so Wissing weiter. Er forderte: "Wenn Bundesfinanzminister Schäuble etwas für die Menschen tun will, soll er den Sparerfreibetrag erhöhen. Eine solche Maßnahme ist im Hinblick auf die derzeitigen Niedrigstzinsen, die eine private Altersvorsorge für viele Beschäftigte uninteressant macht, mehr als überfällig."


Hintergrund


Die Abgeltungssteuer sieht vor, dass alle Anleger pauschal 25 Prozent Steuer auf Kapitalerträge zahlen. Geht es nach der Großen Koalition, müssen Kapitaleinkünfte wieder über die Einkommensteuer abgegolten werden. Für viele Sparer käme dies einer Steuererhöhung gleich, weil der Einkommensteuersatz für die meisten Arbeitnehmer höher als 25 Prozent liegt. Nach Medienberichten will Schwarz-Rot den Schritt erst nach der nächsten Bundestagswahl wagen.

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