Die Ampeln müssen weg!

Staus auf der Irlicher Brücke und der B42 kosten der Wirtschaft und dem Privatbürger Zeit, Nerven und Sprit.

 

Jeder Berufstätige oder LKW-Fahrer, der zwischen halb sieben und acht Uhr morgens auf der B42 in Richtung Koblenz unterwegs ist, kennt das Problem: Stau auf der Irlicher Brücke. Der Verkehr kommt nur schleppend voran, vom Brückenzubringer der K112 fädeln sich immer wieder neue Fahrzeuge ein und die Ampel an der Irlicher Brücke schlägt ständig um, damit Fahrzeuge von der Irlicher Brunnenstraße auf die B42 auffahren können. Für die Liberalen im Kreis und Stadtverband Neuwied ist dieser Zustand untragbar. Sie wollen, dass die Ampel an dieser Stelle verschwindet.

Für die Liberalen ist sie eine längst überholte Verkehrstechnik, die beispielhaft für den rückwärtsgewandten und desolaten Zustand der Straßen nicht nur in der Stadt Neuwied, sondern im gesamten Kreisgebiet ist. Die schlechte Verkehrsstruktur trägt somit nicht gerade zur Aufbesserung des Images der Stadt Neuwied als Wirtschafts- und Wohnort bei, die die Initiative Zukunft der Stadt Neuwied auf Wunsch vieler Gewerbetriebe vorantreiben möchte. Zudem verursacht diese Ampellösung enorme Kosten. Abgesehen von dem in die Luft geblasenen Kohlenstoffdioxid und dem Benzinverbrauch der stehenden Autos, schadet sie der Gesundheit der Anwohner, die an der Brunnen bzw. Rodenbacherstraße wohnen. Der Lösungsvorschlag der Liberalen ist daher, die Ampel an der Irlicher Brücke zu entfernen und die Brücke von der Brunnenstraße für den Autoverkehr zu sperren. Der Autoverkehr aus Irlich kann dann über das Brückenbauwerk der K112 auf die B42 geleitet werden. Doch selbst das ist den Liberalen zu wenig. Einst sollte die B42 ab der Irlicher Brücke mehrspurig ausgebaut werden.

Dieses Projekt scheiterte jedoch an der Finanzierung durch den Bund, der bis heute diesem Ausbau keinerlei hohe Priorität einräumt. Ampelanlagen entstanden, wo die L255 und die L258 die B42 kreuzten. Die FDP auf Kreisebene favorisiert hier zwei Kreisel zu bauen, um die Ampeln abzuschalten und den Verkehr fließend zu gestalten. Sven Störmer, der FDP Landtagskandidat für die Stadt Neuwied geht sogar noch weiter. Er würde beide Kreuzungsbauwerke durch eine Tunnellösung verschwinden lassen. Seine Lösung würde das schon lange andauernde Lärmproblem für die Anwohner gleich mit beheben und die Lebensqualität in diesem Stadtteil erheblich steigern. Das der fließende Ausbau der B42 von der Irlicher Brücke bis zum Kreuzungsbauwerk L258 dringend notwendig ist, zeigen auch die automatischen Verkehrszählungen von 2013. Während in Bad Hönningen im Durchschnitt 7910 Autos pro Tag gezählt werden, sind es in Fahr Feldkirchen schon über 11000 und in Bendorf bereits über 38.000 Fahrzeuge pro Tag. Ein klarer Beweis für die große Anzahl an Fahrzeugen, die täglich auf der B42 in dem Bereich der Irlicher Brücke und den Kreuzungsbauwerken von Ampelanlagen unnötig aufgehalten werden. Daher gibt es für die Liberalen im Kreis Neuwied nur ein Fazit: Die rot-grünen Ampeln müssen weg.

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