Freie Demokraten demonstrieren Einigkeit  - FDP Neuwied schickt Tobias Kador und Sven Störmer ins Rennen für die Landtagswahl und gibt sich angriffslustig 





Dierdorf. Zwei Juristen, zwei Oberstudienräte, zwei Doktoren: Die Kandidaten, die die Mitglieder der Kreis-FDP in den Landtagswahlkampf schicken wollen, stehen fest. Am Dienstag trafen sich die freien Demokraten im Dierdorfer Waldhotel und waren sich schnell einig: Für den Wahlkreis Linz und Rengsdorf gehen Dr. Tobias Kador und Dr. Hermann-Josef Sich ins Rennen, für den Wahlkreis Neuwied sind es Sven Störmer und Christian Heß.

v.L.n.R.: Christian Heß, Sven Störmer, Alexander Buda, Tobias Kador und Hermann-Josef Sich
v.L.n.R.: Christian Heß, Sven Störmer, Alexander Buda, Tobias Kador und Hermann-Josef Sich

„Der Kreisverband Neuwied bietet in der Summe seiner Kandidaten eine der besten Auswahlen an Kandidaten in ganz Rheinland-Pfalz“, ist sich der Kreisverbandsvorsitzende Alexander Buda sicher. Einen großen Vertrauensvorschuss der Parteimitglieder dürfen die Kandidaten schon jetzt mit in den Wettbewerb um die Landtagsplätze nehmen: Sie alle kandidierten ohne Gegenkandidaten und erhielten von den 16 anwesenden Wahlberechtigten ausschließlich Ja-Stimmen.

Dr. Tobias Kador - Wahlkreis 03
Dr. Tobias Kador - Wahlkreis 03

Tobias Kador, Kandidat für Linz/Rengsdorf, will im Wahlkampf und danach „den freien Demokraten Menschen ein Gesicht geben“. Der Landessozialrichter im Rentensenat gehört seit 25 Jahren der FDP an und sitzt im Gemeinderat Ockenfels. Nach Meinung des 46-Jährigen ist es Zeit, dass ein freier Demokrat Wirtschaftsminister im Land „für pragmatische Lösungen“ sorgt.

Sein Ersatzkandidat ist Hermann-Josef Sich: Der frühere Studiendirektor am Gymnasium Linz ist seit 35 Jahren Parteimitglied und hat ein Kreistagsmandat inne. Als Schwerpunktthemen nannte er Schulpolitik und die Teilhabe behinderter Menschen.

Sven Störmer -Wahlkreis 04
Sven Störmer -Wahlkreis 04

Im Wahlkreis Neuwied geht mit Sven Störmer ein Oberstudienrat für Mathematik und Chemie an den Start. „600 Millionen werden am Nürburgring versenkt, aber in Bildung wird nichts investiert“, monierte der 40-Jährige bei seiner Vorstellung. Für eine bessere Bildungspolitik will er sich einsetzen und für eine Umstrukturierung des öffentlichen Personennahverkehrs und für verbesserte Lebensbedingungen für Ältere.

Sein Ersatzkandidat Christian Heß ist mit 30 Jahren der Jüngste im Quartett: Der Rechtsanwalt trat erst nach der jüngsten Bundestagswahl in die Partei ein, hat sich nach eigenen Worten für die "liberale Idee" begeistert und will sie im Kreis vertreten.

„Ich bin froh, dass wir auf Güte geachtet und nicht nur wegen des Bekanntheitsgrades die Kandidaten aus dem nächsten Karnevalsverein rekrutiert haben“, fasste FDP-Kreischef Alexander Buda die Kür zusammen. Für ihn ist der „erste Schritt zur Ablösung der rot-grünen Landesregierung“ getan. Die habe ein „schweres politisches Chaos hinterlassen und ein finanzielles Desaster angerichtet, für das die Bürger unseres Landes noch jahrelang bluten müssen“. Die FDP wolle es besser machen: „Wir können bessere Wirtschaftspolitik, wir können besser haushalten und schaffen sicher auch eine bessere Bildungspolitik.“ Mit dem Kandidatenteam zeigte sich der Vorsitzende zufrieden: „Wir haben bärenstarke Kandidaten, mit denen die Vernunft in Rheinland-Pfalz eine Chance bekommt.“

Editierte Version eines Artikels aus: RZ Linz, Neuwied vom Donnerstag, 18. Juni 2015 von der RZ-Mitarbeiterin Mitarbeiterin Angela Göbler

Kommentar schreiben

Kommentare: 0